Minimalinvasive Chirurgie

Minimalinvasive Chirurgie (MIC)

Operieren ohne äußerlich zu schneiden - modernes Instrumentarium bietet diese Möglichkeit. Zielkriterium ist neben der Heilung die Verbesserung der Lebensqualität, die neben der Physis auch psychisch-emotionale und soziale Faktoren einschließt.

Viele Operationen an der Nase, den Nasennebenhöhlen können heute ohne einen Schnitt im Gesicht durchgeführt werden. Mit Wegfall des Hautschnittes werden das Operationstrauma und auch die postoperativen Schmerzen reduziert. Der Patient kann damit schneller mobilisiert und frühzeitiger aus der Behandlung entlassen werden. Hieraus können weitere Vorzüge abgeleitet werden. Kürzere Liegezeiten und geringere Schmerzen verringern deutlich die Gefahr einer tiefen Beinvenenthrombose, einer Pneumonie oder Lungenatelektase. Für diese Operationstechniken hat sich der Begriff Minimal Invasive Chirurgie (MIC) in den letzten Jahren durchgesetzt und rasch verbreitet.

Obwohl die Bezeichnung "Minimal Invasive Chirurgie" erst in den vergangenen Jahren ausgesprochen populär wurde, kann die deutschsprachige Hals-Nasen-Ohrenheilkunde den Anspruch erheben, dass sie bereits frühzeitig als Pionier in allen Bereichen der Kopf-Hals-Chirurgie operative Verfahren entwickelt hat, die zu einer Vermeidung äußerer Schnitte beitrugen. Die optisch kontrollierte Nasennebenhöhlen-Chirurgie ohne äußere Schnitte begann in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts durch Messerklinger und Wigand und wurde auch frühzeitig von Prof. Zenner in Tübingen eingeführt.